“Patriarch Kyrill I. hat am Montag bei einer Rede an der Universität im kirgisischen Bischkek die Ehe für alle mit Gesetzen aus dem Nationalsozialismus verglichen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Demnach würde die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht in vielen westlichen Ländern gegen das “moralische Wesen des Menschen verstoßen und daher Empörung hervorrufen wie Gesetze aus Nazi-Deutschland”, so Kyrill, der seit 2009 als Patriarch von Moskau das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche ist.

Der 70-Jährige behauptete ferner, dass in Ländern, in denen die Ehe geöffnet wurde, die Moral generell geschwächt werde. Deshalb gebe es viele Menschen, die genauso gegen die Ehe für alle rebellierten wie gegen “faschistische Gesetze oder gegen die Apartheid”. Er orakelte, dass Gesellschaften, die Schwule und Lesben trotz der Proteste aus dem Volk gleich behandeln, zusammenbrechen würden. Er glaube aber, dass die Ehe für alle nur eine vorübergehende Erscheinung sei.” (Quelle: Queer.de)

Naja, wie das Land, so auch das Kirchenoberhaupt.
Wobei es wahrscheinlich sinnlos wäre, vom ehemaligen KGB-Offizier Gundjaew (so der weltliche Nachname Kyrills) in seinem Leben “wahre christliche” Werte wie Demut, Offenheit, Toleranz u.ä. zu erwarten. So wird ihm ein großangelegter Handel mit als “Humanitärhilfe” ausgegebenen und daher von allen Steuern befreiten Zigaretten in den 90er Jahren nachgesagt. Er nennt eine Luxusjacht plus Villa am Schwarzen Meer, ein Bergdomizil in der Schweiz, mehrere Luxuskarrossen sowie eine teure Breguet-Uhr, die einmal unglücklicherweise vor die Objektive von Journalisten geriet und kurz nach der Veröffentlichung auf der Patriarchatswebsite wegretuschiert wurde, sein Eigen.

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“Welches Verbrechen hat der Straßenprinz begangen?”

fragt sich der Journalist Aleksandr Minkin in seinem Blog auf der Seite des Radiosenders “Echo Moskwy”: “Folgende Nachricht ist eingetroffen: Im Mosakuer Zentrum hat die Polizei mit Gewalt einen Jungen festgenommen und weggefahren, der auf der Straße Gedichte vorgetragen hat. […]
Anfang Mai habe ich diesen Jungen auf dem Arbat[1] gesehen, er trug Hamlets Monolog “Sein oder nicht sein” vor.  Es war erstaunlich, denn er trug ihn mit Gefühl vor. Nicht wie ein Papagei, nicht wie , sondern mit Gefühl. Wenn auch etwas ungekonnt, das Atmen nicht gut beherrschend…

Er trank nicht in einer Hauseinfahrt, rauchte nicht, kritzelte keine Schimpfwörter auf Zäune. Er trug Passanten Shakespeare vor. Er verbesserte die Lage im Land. Wenn auch nur ein wenig, verbesserte er sie. Er tat das, was nicht ein einziges Mal, zum Beispiel der russische Premierminister geschafft hat.
Die Passanten gaben ihm ein wenig Geld, aber er ist kein Armer. Kein Bettler. 
Er ist ein Straßenkünstler. Ein Straßenprinz.

Die Polizei schnappte ihn am hellichten Tag. Die Straße war so hell.
Dem Kind drohte überhaupt keine Gefahr.

Man sieht so etwas und im Kopf schwirrt nur ein druckreifes Wort: Abschaum. Der Rest ist Mat[2] .”

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Moskau: Junge wegen Gedichtaufsagen festgenommen

“Im Zentrum von Moskau, im Arbatviertel, hat die Polizei einen Jungen festgenommen (unbestätigten Informationen zufolge soll er zehn Jahre alt sein). Er war mit seiner Mutter unterwegs, sie saß auf einer Bank und las ein Buch, er sagte ein Gedicht auf. Plötzlich fuhr die Polizei vor und der Junge wurde ohne Erklärungen in das Polizeiauto gesetzt. Dies teilte OWD-Info der Vater des Jungen mit.
Der Junge wurde der Mutter mit Gewalt entrissen und in das Polizeirevier Arbat gebracht (er fuhr ohne seine Eltern im Polizeiauto). Dem Vater zufolge wurde der Junge wegen Bettelns festgenommen. Der Mutter droht eine administrative Verfolgung wegen Widerstand gegen die Polizei. Dem Vater wurde gedroht, eine administative Verfolgung wegen Beleidigung der Polizei aufzunehmen.”
Mal'chika uvodjat

Quelle: OWD-Info (Original auf Russisch meine Übersetzung), ein Netzwerk, welches Polizeiwillkür, unrechtmäßige Festnahmen bei Demos u.ä. dokumentiert, Verfolgten Anwälte zur Seite stellt etc. Alleine die Tatsache, dass so eine Seite nötig ist, zeigt klar und deutlich, zum abertausendsten Mal, dass Russland ein willkürlicher und grausamer Unrechtsstaat ist. Man denkt jedes Mal, es gehe nicht schlimmer, bis ein Kind seinen Eltern auf offener Straße weggenommen und ihnen juristischen Konsequenzen gedroht wird. Bravo, das ist genau der richtige Weg: Die Menschen wie der letzte Dreck zu behandeln, als wenn die Zerschlagung aller Freiheiten und Grundrechte, das Stehlen von Milliarden aus dem Haushalt, um sich teure Villen zu bauen, das Abknallen, Vergiften mit Polonium, Verätzen mit Brilliantgrün, Verprügeln von Kritikern, das Starten einer öffentlichen Hetze und eines Krieges, welcher im ehemals nächsten und engsten Staat zehntausende von Opfern fordert, als wenn all das nicht genug wäre. Macht ruhig weiter so, aber werft zuvor vielleicht noch einen Blick ins Geschichtsbuch, wenn die Jahreszahl 17 bei euch keine Assoziationen weckt.

PS: Immer und immer wieder, die letzten drei Jahre nahezu täglich, werden meine Eltern in ihrer Entscheidung bestätigt, ihrerzeit nicht in diesem Land geblieben zu sein und mir und meiner Schwester das Aufwachsen dort erspart zu haben.
Dafür bin ich ihnen dankbar.

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Opposition wird weggeätzt- im wahrsten Sinne des Wortes

In letzter Zeit werden in Russland immer wieder im breitesten Sinne des Wortes Oppositionelle -PolitikerInnen oder NGO-AktivistInneen- auf offener Straße angegriffen. Dabei werden sie mit “Brilliantgrün” begossen, einem leuchtend grünen, ätzenden und in den ex-sowjetischen Staaten sehr weit verbreiteten Antiseptikum begossen. Diese ist sehr schwer abwaschbar und kann bei Gelangen auf Schleimhäute (insbesondere Augen) zu schweren und schmerzhaften Verätzungen führen.
Der jüngste Angriff mit der Chemikalie ereignete sich am 27. April: Der mittlerweile wohl bekannste russische Oppositionspolitiker, Korruptionsbekämpfer und Blogger Alexei Nawalny wurde von Unbekannten in der Nähe des Büros seines “Fonds zur Bekämpfung der Korruption” (FBK) angegriffen und das Grün ins Gesicht bekommen, später stellten Ärzte eine Verätzung seines rechten Auges fest.

C-bTf3lXsAMZXS2.jpg large               (Quelle: Twitter von Alexei Nawalny)

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Eigenarten russischer “Diplomatie”: “Dreh dich nicht weg, schau mir in die Augen!”

Die Äußerungen des Stellvertreters des russischen UN-Gesandten Safronkow vorgestern zum Kollegen aus Großbritannien haben für viel Gesprächststoff im russischen internet gesorgt. Dieser wandte sich in einer sehr rüden und, nun ja, undiplomatischen Art an seinen britischen Vorredner: “Schau mich an, dreh die Augen nicht weg, warum schaust du weg! Du hast heute Syrien, Iran, die Türkei und andere Staaten beleidigt. Herr Vorsitzender, ich bitte darauf zu achten, dass einige ungerechtfertigt, beleidigend, umgangssprschlich mit ihrem Sitz im Sicherheitsrat umgehen. Wag es nicht mehr, Russland zu beleidigen!”

Viele kritisch eingestellte Internetnutzer waren beschämt und empört über diesen Auftritt des russischen Vertreters bei der UNO. Auf die Russland und Syrien gegenüber sehr kritische, sogar scharfe, aber diplomatisch korrekte, Rede des britischen Gesandten Matthew Rycroft konnte Safronkow nur mit grober Pöbelei antworten, die bei vielen Assoziationen mit einem Gopnik weckte, einem (halb)kriminellem Jugendlichen, der sich eine vulgären Ganovenslang bedient und mit bloßem Pressing und scheinbar abgebrühtem Auftreten seine Überlegenheit beweisen will.

“Der abfällige Begriff Gopnik ist im russischen Jargon eine Bezeichnung für die Vertreter der kriminellen Jugend oder der Jugend mit kriminellem Verhalten, die oft keine Ausbildung hat und zu schwachen sozialen Schichten der Gesellschaft oder zum Prekariat gehört. […] Gopnik ist vor allem ein Lebensstil. Für diese Jugendlichen sind die Straftaten nur eine Art der Freizeitgestaltung. Straßendiebstahl und Raub dienen in der ersten Linie nicht der eigenen Bereicherung, sondern für den Spaß und die Wahrung der Autorität in der Gruppe. Für einen Gopnik ist es wichtiger seinem Opfer Angst zu machen und seine Macht und Gewalt zu zeigen. Das Geld wegzunehmen ist Schlusshandlung.” (Wikipedia)

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Leider bildet so ein Verhalten des UN-Gesandten keine Außnahme, sie ist eher die Regel im heutigen Russland: Angefangen bei Präsident Putin über den “Chef Diplomaten” Außenminister Lawrow und den “Kulturminister” Medinskij (“Alle, die diese Heldentat abstreiten sind der letzte Abschaum”) bis zu allen möglichen Ministern, Pressesprechern, Konzernbossen etc bedienen sich die Vertreter der russischen Elite immer wieder der Ausdrücke und Wendungen aus dem kriminellem Milleu wenn es um die vermeintlichen Feinde USA und ganz allgemein “den Westen” geht.
Vor diesem Hintergrund interpretiert der Journalist Dmitrij Gluchowskij die Tirade als Botschaft an die Anhänger Putins, die sie als Zeichen der Stärke und Überlegenheit Russlands deuten, was jedoch nicht stimme: “Damit versucht Russland seine Schwäche und Unsicherheit zu maskieren, seine Einsamkeit und Erschöpfung zu verbergen. Selbstbewusste Staaten haben es nicht nötig, sich einer Gossensprache zu bemächtigen und in Hysterie zu verfallen. Weder die USA, noch China, noch Großbritannien haben sich jemals so etwas erlaubt.
Russland kann wählen: Entweder arbeitet man daran, wieder zu der Großmacht zu werden, die man früher zweifellos war- oder man wird nur dafür gehalten, von Fernsehzuschauern ohne abgeschlossene mittlere Reife, mit Rothschildverschwörung im Kopf und Alkoholfahne aus dem Mund.

Das zweite ist natürlich einfacher. So machen wir es.

Safronkow for president!”

Bekanntmachung der Zeitung “Nowaja gaseta” bezüglich der offenen Drohungen an die Redaktion

MTZGestern Abend veröffentlichte die Zeitung “Nowaja gaseta” auf ihrer Facebook-Seite folgende Bekanntmachung, weil die Website der Zeitung aufgrund von DDoS-Attacken nicht zugänglich war:

“Bekanntmachung der Zeitung “Nowaja gaseta” bezüglich der offenen Drohungen an die Redaktion

Am 1. April berichtete die “Nowaja gaseta” über Massenfestnahmen und Folter von Bewohnern Tschetscheniens, die einer untraditionellen sexuellen Orientierung verdächtigt werden. Uns sind die Namen von drei Toten bekannt und wir wissen zudem, dass es viel mehr Tote gibt. Außergerichtliche Gewaltakte, so genannte “Ehrenmorde”, werden auch von Verwandten der Opfer begangen…

Die Reaktion, die auf die Publikationen über die Verfolgung tschetschenischer Homosexueller folgte, ruft bei der Redaktion ernste Sorgen über die Sicherheit nicht nur konkreter Journalisten, sondern auch ausnahmslos aller Mitarbeiter der “Nowaja gaseta” hervor.

Am 3. April, drei Tage nach unserer ersten Veröffentlichung, fand in der Zentralmoschee von Grozny eine außerplanmäßige Versammlung der 24 tschetschenischen Wirds, islamischer Geistlicher und meinungsbildender Personen in Tschetschenien statt. Ofiziellen Quellen zufolge nahmen an der Versammlung 15 Tausend Menschen teil. Auf dieser Versammlung bezichtigte Adam Schachidow, Berater des tschetschenischen Oberhauptes Ramsan Kadyrow, das Kollektiv der “Nowaja gaseta” der Verleumdung und hat klar gemacht, wer “die Feinde unseres Glaubens und unserer Heimat” sind. Der Auftritt Schachidows sowie weiterer tschetschenischer Geistlicher wurde vom örtlichen Fernsehen übertragen und fand weite Verbreitung im Internet, wo er einen Schwall intoleranter Aussagen in den sozialen Netzwerken auslöste.

Als Folge dieser Versammlung wurde eine Resolution verabschiedet. Der zweite Punkt dieser Resolution ruft offen und direkt zur Gewalt auf: “In Angesicht dessen, dass den jahrhundertealten Grundmauern der tschetschenischen Gesellschaft und der Ehre der tschetschenischen Männer eine Beleidigung zugefügt worden ist, versprechen wir, dass die Vergeltung die wahren Anstifter einholen wird, wo und wer sie auch sein mögen, ohne Verjährungsfrist.

Uns ist klar: Diese Resolution verleitet religiöse Fanatiker zum Mord an Journalisten.
Der “Nowaja gaseta” ist es absolut klar, dass die derzeitige Repressionswelle kein unikales Phänomen im heutigen Tschetschenien ist. Der Pegel an Gewalt in der Republik ist in den letzten drei Jahren kontinuierlich angewachsen, was direkt mit der ausbleibenden Aufklärung des Mordes an Boris Nemzow zusammenhängt, der den Tätern faktisch nicht angelastet worden ist. Die Straffreiheit nach eben diesem Verbrechen ließ in ihnen die Überzeugung von der eigenen Unfehlbarkeit aufkommen.
Schweigen und Tatenlosigkeit machen in dieser Situation alle, die etwas unternehmen konnten, zu Mittätern.
Gerade deswegen arbeitet die “Nowaja gaseta” weiterhin in Tschetschenien. Doch wir verstehen sehr gut, welch hohen Preis wir zahlen können. Die nicht untersuchten Morde an unseren Kolleginnen Anna Politkowskaja und Natalija Estemirowa sind ein klarer Beweis dafür.

Wir insistieren: Die Reaktion auf journalistische Arbeit ist in einer zivilisierten Gesellschaft nicht zulässig und muss vom Standpunkt des russländischen Rechts beurteilt werden. Wir rufen die russländischen dazu auf, alles dafür zu tun, um Handlungen zu unterbinden, die Hass und Feindseligkeit auf Journalisten hervorrufen, die ihren professionellen Tätigkeiten nachgehen.

Die Redaktion der “Nowaja gaseta”

P.S. Am 8. April wandte sich Dmitrij Muratow, der Chef-Redakteur der “Nowaja gaseta” offiziell an den Generalstaatsanwalt der Russländischen Föderation Jurij Tschaika, mit der Forderung, das Ermittlungskommittee Russlands zur uneingeschränkten Einhaltung russischer Gesetze zu veranlassen, nämlich der Überprüfung von Fakten, die nach den Artikeln 144 und 145 des Strafgesetzbuches der RF auf ein Schwerverbrechen hinweisen.

Am 10. April lief die zehntägige Frist nach der Veröffentlichung der “Nowaja gaseta” über die stattfindenden Verfolgungen von Tschetschenen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ab. Genau so viele Tage Zeit gibt das Gesetz dem Ermittlungskomitee, um auf eingehende Meldungen von Verbrechen nicht zu reagieren.
Wir erhielten keine Information über die Reaktion des Ermittlungskomitees auf unsere Veröffentlichung. Deswegen hat am 11. April der Anwalt der internationalen Menschenrechtsorganisation “Agora”, Andrej Sabinin eine Klage in das Moskauer Basmanny-Gericht eingerieicht mit der Forderung, die Tatenlosigkeit des Vorsitzenden des Ermittlungskomitees der RF Alexander Bastrykin als unberechtigt und illegal anzuerkennen und ihn aufzufoordern, den zugelassenen Rechtsbruch zu beheben.” (meine Übersetzung. MTZ)

Menschenrechtlerin über Homosexualität: “Das ist das Böse, mit dem jeder Tschetschene kämpfen wird.”

Cheda Saratowa, tschetschenische “Menschenrechtlerin” beim präsidialen Rat für Entwicklung der Zivilgesellschaft und Menschenrechte äußerte sich folgendermaßen zum Artikel der “Nowaja gaseta”, der sagte, in Tschetschenien würden bis zu 100 Homosexueller verhaftet und einige sogar ermordet werden:

“Ich kann keine Grenze ziehen, ich kann nur sagen, dass die Gesellschaft selbst das härteste Vorgehen gegen solche Menschen [Homosexuelle MTŽ] nicht verurteilen wird.
Ich denke, dass selbst wenn Verwandte so einen Menschen töten, sie alles unternehmen werden, damit es nicht publik wird. Und das ganze Gerichtssystem und die Organe [gemeint ist die Polizei/der Geheimdienst] werden dafür Verständnis haben, was in dieser Familie geschehen ist. Werden keine großen Anstalten machen, diese Person zu schützen. An mich wurden bislang keine Bitten gerichtet, aber ich würde ihnen auch nicht nachgehen. […]
Ich bin eine Tschetschenin, lebe in dieser Gesellschaft und das was sie sagen ist schlimmer als Krieg. Wenn wir heute die Augen verschließen, bin ich mir sicher, dass unsere Gesellschaft auseinander fallen wird und das darf man auf keinem Fall zulassen.
Ich versichere ihnen, in unserer tschetschenischen Gesellschaft wird ein Mensch, der Respekt vor sich, vor Traditionen und Bräuchen hat, von sich aus, ohne irgendwelche Strukturen solche Menschen verfolgen und alles dafür tun, dass solche Menschen in unserer Gesellschaft nicht mehr vorhanden sind. Das ist das Böse, mit dem jeder Tschetschene kämpfen wird.”

Was sich zunächst wie ein besonders unethischer und zynischer Aprilscherz liest, verwundert beim zweiten Hinsehen nicht sonderlich (leider): Wie der Präsident Ramsan Kadyrow, so auch sein Rat für Menschenrechte, möchte man fast sagen.

Update: Ramsan Kadyrows Pressesprecher Alwi Karimow bezeichnete die Vorwürfe als Lüge- es gebe in Tschetschenien schlichtweg keine Homosexuelle, aber “Wenn es in Tschetschenien solche Menschen geben würde, dann würde die Polizei gar keine Sorgen mit ihnen haben, die Verwandten würden sie schon dorthin schicken, woher es keine Wiederkehr gibt.”